gzeiten

Ebbe im Kopf, Flut im Blog.

WM-Planer als Wallpaper

Pünktlich zum WM-Start: Ein simples, im hipsterischen Flat-Design gehaltenes Wallpaper, das sämtliche Begegnungen der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien in der kalendarischen Übersicht präsentiert. Obwohl das mit der kalendarischen Zuordnung nicht ganz so einfach ist, wenn man die mitteleuropäische Zeit zugrunde legt. Die um 0:00 Uhr und 3:00 Uhr startenden Begegnungen habe ich jeweils dem Vortag zugeordnet.

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WM-Wallpaper in 1920×1080 px. Zum Vergrößern anklicken

Die leichte Abwandlung der Farben des Gastgebers bitte ich zu entschuldigen, aber ich kann nicht einen Monat lang auf dieses Quietschgrün gucken – auch wenn es jetzt statt „WM am Zuckerhut“ mehr nach „WM Down Under“ aussieht… Außerdem war ich etwas willkürlich, was die Länderabkürzungen angeht.

Grundlage für den hier dargestellten Spielplan war das WM-Sonderheft der 11 Freunde. Sollte ich trotz einmaligen Korrekturlesens einen Fehler beim Spielplan gemacht haben, gebt mir gerne Bescheid! Und nun auf eine schöne WM!

Bioshock Infinite OST – Will The Circle Be Unbroken

Leben im Konsumnetz

Je mehr Stunden pro Tag in synthetischen Umgebungen verbracht werden […] desto stärker wird das Leben insgesamt zur Ware. Irgendjemand produziert es für uns; wir kaufen es ihm ab: Und werden zu Konsumenten unseres eigenen Lebens.

Mark Slouka, zitiert nach: Rifkin, Jeremy (2000): Access. Frankfurt a.M.: Campus Verlag.

PlayStation 1984

Jetzt ist es also offiziell: Die PlayStation 4 kommt. Mit reichlich Marketing-Blabla und ohne einen Blick auf die Konsole selbst zu gewähren, hat Sony in der vergangenen Nacht die eigene Zukunft des Gamings vorgestellt. Und diese Zukunft ist vor allem eins: vernetzt.

Connection is power

Connection is power: Watch Dogs

Vernetzte Welt: Watch Dogs

Da passt es nur zu gut, dass auch Ubisoft zum Presse-Event erschienen war. Mit dem Titel Watch Dogs sorgte der Publisher bereits bei der vergangenen E3 für Aufsehen, nun gab es neue Bilder zum Open-World-Spiel. In Watch Dogs nutzt der Spieler die vernetzte Welt zu seinem Vorteil, in dem er sich von einem mobilen Device problemlos in die verschiedensten Systeme hackt. Dass Sony nun ausgerechnet dieses Spiel werbewirksam in das Promo-Lineup für die PS4 mit aufnimmt, ist an Ironie kaum zu überbieten. Es dürfte wohl kaum einen PlayStation-Nutzer geben, der bei dem Wort „Hacker“ nicht zugleich auch an den folgenreichen PSN-Hack von 2011 denkt, bei dem zahlreiche Nutzerdaten gestohlen und das Online-Netzwerk der PlayStation wochenlang lahmgelegt wurde.

Der gläserne Gamer

People haven’t changed, but now everybody is broadcasting. And once you’ve seen all of it – how do you look away?

„everybody is broadcasting“, so der gestrige Watch-Dogs-Trailer. Sony will mit der PS4 seinen Teil dazu beitragen, dass noch mehr Leute noch mehr broadcasten. So bekommt der neue Controller namens „Dualshock 4“ neben Touchpad und LED-Leuchte auch einen „Share“-Button, mit dem das eigene Gameplay-Material mit der ganzen Welt geteilt werden kann. Zugleich möchte Sony den Nutzern personalisierte Angebote im Store liefern. Die Idee: Noch bevor der Spieler weiß, welches Game er sich als nächstes kaufen möchte, weiß es der Konzern bereits und leitet die entsprechenden Werbemaßnahmen ein. Die einen nennen das „Nutzerfreundlichkeit“, die anderen schreien „Datenschutz“.

Mit der PlayStation 4 soll zudem endgültig  der Schritt hinaus aus dem Gaming-Elfenbeinturm des Wohnzimmers gewagt werden, hinein in eine vernetzte Spielwelt. Und hinein in ein soziales Netzwerk, das nicht mehr bloß eine pseudonyme Avatarwelt sein soll, wie es das PSN derzeit ist. Stattdessen sollen echte Freunde mit echten Namen ihre Spielerlebnisse teilen, Facebookintegration inklusive. Inwieweit das Spielen auf der PS4 auch noch Privatsache bleiben darf, bei dem nicht sofort die ganze Freundesliste sieht, dass man wochentags um 12 Uhr das neue Killzone spielt, ist fraglich.

Gronkh zittert schon

Besorgte Menschen dürften nach der gestrigen Vorstellung außerdem fragen: „Und was wird aus den Let’s-Playern?“ Der Share-Button wird für das noch junge Phänomen wohl kaum folgenlos bleiben. Sony scheint die Technik für die YouTuber von morgen gleich mit der Konsole mitzuliefern. Teure HD-Capture-Karten könnten überflüssig werden, sollte das Share-Feature der PS4 die Bedürfnisse in dieser Richtung hinreichend befriedigen.

Bleibt die Frage: Erstickt das Phänomen Let’s Play dann bald in seinem eigenen Bullshit? Oder erleben wir dank einem günstigeren und einfacheren Zugang zu den Produktionsmöglichkeiten dieser speziellen Form des Entertainments den Aufstieg des Genres? Die Entwicklung in diesem Bereich dürfte äußerst spannend werden.

Evolution statt Revolution

Die ersten Stimmen zum gestrigen Sony-Event äußerten sich nicht gerade beeindruckt. Man bekam keine Konsole gezeigt und vermisste ein Killer-Feature, wie Nintendo es seinerzeit mit der Bewegungsteuerung der Wii geliefert hatte. Dabei wird übersehen, dass der von Sony eingeschlagene Weg erstens marktwirtschaftlich vernünftig ist und zweitens auch dafür sorgen könnte, dass die geliebten Core-Games trotz mobile und social Gaming noch nicht zu Grabe getragen werden. Denn der ebenfalls gestern geäußerte Leitspruch „everything, everywhere“ ist nur die halbe Wahrheit. Man kann ihn noch ergänzen, nämlich um: „everything on PlayStation“. Die neue Konsole soll eine leistungsstarker Alleskönnerin werden, die im Netz zu Hause ist. Ein solcher Schritt ist nur konsequent. Es ist aber an den Spielern, dafür zu sorgen, dass mit dem neuen Zuhause im Netz kein Kontrollverlust einhergeht.

Gregors Gedankensprünge und die Simpsons

Game-One-Obernerd Gregor hat schon länger einen eigenen YouTube-Channel. Seit Anfang diesen Jahres haut er dort ein Video nach dem anderen raus. Unter anderem veröffentlicht der Macher des Game-One-Plauschangriffs dort auch einen neuen Video-Podcast, den „Gedankensprung“.

Im Gegensatz zum Plauschangriff ganz alleine und in Seelenruhe führt Gregor durch verschiedene Themen und lässt die Zuschauer an seinen Gedanken und seinem reichhaltigen Nerdwissen teilhaben. In der aktuellen Ausgabe dreht sich dabei alles um die Spimpsons.

Auch wenn meine Netzpseudonym anderes vermuten lässt: Ich bin kein besonders großer Simpsons-Fan. Aber mein persönlich wichtigster Simpsons-Moment war natürlich die Nuklear-Nukular-Szene. Daneben musste ich beim Anhören von Gregors Gedankensprung auch noch an das bekannte Banksy-Intro denken, in dem der kritische Straßenkünstler auf die kulturindustriellen Begleiterscheinungen des Phänomens Simpsons eingeht.

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